Patriarchat – das hat doch nichts mit Anti-Atom zu tun?

Ist es Zufall, dass sich bei der Organisation von großen Demonstrationen  meist Männer* als Pressesprecher finden? Zufall, dass hinter dem Kuchenstand oft Frauen* stehen? Dass die prestigeträchtigen Jobs oft von den gleichen Personen übernommen werden und sich im Hintergrund die immer gleichen scheinbar unsichtbar ums Reproduktive und Undankbare kümmern? Ist das irrelevant, weil wir ja Anti-Atom-Arbeit machen wollen und keinen Feminismus? Oder sollten wir versuchen, diesen Strukturen überall, auch in unserer Bewegung entgegen zu wirken? Sind nicht alle zufrieden damit, wie es ist? Was ist machbar? Gibt es „Schuldige“? Wenn ja, wer sind sie, bzw sind wir es alle? Was reproduzieren wir, was schlucken wir, was könnten Ansätze für Veränderung sein?

Über diese, weitere und vielleicht auch ganz andere Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren in einer Fishbowl-Diskussion*

*Fishbowl heißt: Am Anfang sitzt eine kleine Gruppe in der Mitte und diskutiert, in einem Außenkreis beobachten die anderen die Diskussion. Wollen diese auch zur Diskussion beitragen, berühren sie eine Person aus dem Innenkreis und tauschen den Platz mit ihr. Das heißt anders als bei einer Podiumsdiskussion ist das Podium austauschbar und es gibt nicht „die Expert*innen“, die miteinander diskutieren. Ist euch übrigens aufgefallen, dass auch bei Podiumsdiskussion zu Anti-Atom-Themen oft Männer* geladen sind?

 

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