Montag, 22.7.: Blockade der Urananreicherungsanlage Gronau

Seit 4.30 Uhr ist die Hauptzufahrt der Gronauer Urananreicherungsanlage blockiert. Rund 50 Menschen beteiligen sich an der Aktion, zwei hölzerne Dreibeinkonstruktionen versperren die Tore, eine Sambagruppe sorgt für musikalische Unterstützung.

Ab 9 Uhr ist auch eine Mahnwache in der Gronauer Innenstadt (Ecke Schulstraße/Neustraße) angemeldet.

Vom Anti-Atom-Camp in Metelen hatten sich einige Aktionsgruppen aufgemacht, um gegen die fortlaufende Urananreicherung zu protestieren. „Die Urananreicherungsanlage der Firma Urenco ist nämlich vom angekündigten angeblichen Atomausstieg ausgenommen.“ erklärt Sim aus Münster ihre Aktion. „Es geht uns darum, den Atomkreislauf weltweit zu unterbrechen.“ setzt die Aktivistin fort. Denn die Firma Urenco produziert ein Viertel des weltweiten Bedarfs an angereichertem Uran.

Das Uran, welches in Gronau verarbeitet wird, wird meist unter menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen, zum Beispiel in Australien und verschiedenen afrikanischen Ländern. Erst kürzlich berichtete ein Aktivist aus dem Kongo von beobachteten Missbildungshäufungen bei Neugeborenen von Minenarbeitern, die selber auffallend oft chronisch krank sind.

Außerdem ist die Lagerung des Atommülls, insbesondere des jährlich in Gronau in großen Mengen anfallenden abgereicherten Urans völlig ungeklärt. So liegen in Gronau zehntausende Tonnen teilweise unter freiem Himmel. „Das ist gefährlich und absolut unverantwortlich. Deswegen gehen wir entschlossen gegen diese Anlage mit vielen verschiedenen Mitteln vor.“ kommentiert Uli.

Die Aktion dauert zur Stunde noch an, Presse vor Ort ist willkommen.

Pressekontakt: 0170-6028362

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