Inspektion bei C. Steinweg in Hamburg

Update: Die Polizei hat Personen gekesselt, Personalien festgestellt und vom Gelände geschoben, dann gehen lassen. C. Steinweg hat Container in die Einfahrt gestellt, damit niemand mehr aufs Gelände kommt. Eine Person wurde mit rabiatem Polizeieinsatz festgenommen (ist inzwischen wieder frei), eine weitere vom Hund gebissen.

Fotos von der Aktion:

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Personen auf Uranerzkonzentrat-Container

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Zivile Inspektion des Uranerz-Terminals

Pressemitteilung zur Aktion

HAMBURG – Die Firma C.Steinweg am Süd-West-Terminal wird gerade von Atomkraftgegner*innen inspiziert, die sich selber überzeugen wollen, wo und wie die Firma Container mit Uranerzkonzentrat lagert. Dies wurde notwendig, als gestern erneut radioaktives Material ankam und bekannt wurde, dass seit einem Monat Uranerzkonzentrat in Containern mit abgelaufener Sicherheitszertifizierung auf dem Gelände lagert.

Die Firma C.Steinweg ist dafür bekannt, Uranerzkonzentrat aus Namibia und Kasachstan kommend umzuschlagen. Zuletzt kamen Schiffe mit diesem Material am frühen Mittwoch morgen und in der letzten Nacht dort an und entluden insgesamt mehr als 30 Container Uranerzkonzentrat.

Gestern deckten Atomkraftgegner*innen auf, dass entgegen der Auskünfte der Hamburger Bürgerschaft vier von der Wasserschutzpolizei beanstandetete Container nicht weiter transportiert wurden, sondern immer noch auf dem Gelände lagern.

„Da angesichts dieser Falschauskünfte und der laufenden Atomtransporte vieles unklar bleibt, überzeugen wir uns nun selbst vom Zustand der Lagerung. Wir wollen wissen, ob hier noch mehr radioaktives Material  dauerhaft zwischengelagert wird“, erklärt eine Teilnehmerin die Inspektion. Die Atomkraftgegner*innen sind in Strahlenschutzanzügen auf das Firmengelände gegangen und fotografieren die Container mit radioaktivem Material. „Ziel ist zu zeigen, dass es ein öffentliches Interesse an den Transporten und deren Verhinderung gibt. Schließlich versorgen diese Transporte die Atomindustrie in der ganzen Welt“ sind sich die Inspektor*innen einig.